Willhelm BlechIm Alter von 26 Jahren kam ich mit Wing Chun in Kontakt. Niemals dachte ich, dass diese Kampfkunst den größten Teil meines Lebens bestimmen wird. Es kam jedoch anders. Wing Chun bestimmte fortan mein Leben.

Einige Zeit später lass ich ein Buch in dem nachstehendes Bild veröffentlicht wurde.

Ein Bericht in einem Karatemagazin über eine Reise nach Hong Kong und einen Besuch bei diesem Meister des Wing Chuns machten mich neugierig.

Meine Gedanken damals:
  "Wenn jemand Wing Chun wirklich beherrscht dann dieser Mann"
  "Einmal Unterricht von diesem Meister zu erhalten - ein TRAUM"

Nach sehr vielen Irrläufen im Wing Chun wurde 1992 dieser Traum erfüllt.
Es wurde mehr als ich mir jemals in meinen kühnsten KUNG FU TRÄUMEN hätte vorstellen können. "Dieser Meister ( LOK YIU FUN ) nahm mich, den Gwai Lo, als seinen TO-DAI an. Eine Ehre die mich immer begleiten wird."

 

Zu SI-FU Willhelm Blech


lokyiu on wooden dummy holzpuppeSi-Fu Blech ist Jahrgang 1952 und betreibt seit seinem 16. Lebensjahr Kampfkunst. Bevor er zum Wing Chun kam, betrieb er unter anderem Ringen und Boxen. SI-FU Blech hat seit mehr als 15 Jahren von verschiedenen Wing Chun-Lehrern (in Europa) alles gelernt, was man bisher außerhalb Hong Kongs erlernen durfte. Bis er 1992, nach vielen Enttäuschungen, auch menschlicher Art, beschloß, all den Ungereimtheiten, die er im Laufe der Jahre bemerkt hatte, einmal auf den Grund zu gehen. Er wollte soweit wie möglich zur Quelle des Wing Chun vorstoßen. Zusammen mit seinen drei ältesten Schülern flog er im August 1992 nach Hong Kong, um Meister Lok Yiu, den ältesten lebenden Schüler des Großmeisters Yip Man aufzusuchen.

Tatsächlich gelang es ihm nach einigen Tagen, einen Besuchstermin mit Meister Lok zu vereinbaren. Nach einem längeren Gespräch war es dann soweit, daß Meister Lok die Deutschen aufforderte, ihr Wing Chun einmal zu demonstrieren.

SI-FU Wilhelm Blech fragte Meister Lok Yiu ob er ihn als seinen Schüler annehmen würde. Daraufhin erwiderte er, dies müsse er mit seinen beiden Söhnen besprechen. Im Oktober 1992 reiste SI-FU Wilhelm Blech erneut nach Hong Kong, nachdem er die Zusage von Meister Lok Yiu erhalten hatte.

Somit wurde SI-FU Wilhelm Blech der erste (und einzig nicht chinesische) Schüler von Meister Lok Yiu. Dies wurde durch eine Teezeremonie besiegelt.

Teezeremonie Teezeremonie Teezeremonie Teezeremonie

Teezeremonie Teezeremonie

laoTseEr begann seine Ausbildung bei Meister LOK YIU und seinen beiden Söhnen SI-HING KWONG und SANG von Anfang an. Ab der ersten Form des Lok Wing Chun Kuen, der Siu Lim Tau,  durchlief er Schritt für Schritt seine Ausbildung. Diese dauerte 14 Jahre von 1992 bis 2006. Jeweils 2x im Jahr 6 bis 8 Wochen reiste er zu seiner Familie LOK nach Hong Kong um Unterricht zu erhalten. Sein längster Trainingsaufenthalt waren 80 Tage.

Es wurde täglich ( MO-SA ) mindestens 6 Stunden gelehrt, geübt, korrigiert, verbessert und nach der traditioneller Weise, ( wie Meister LOK, Fatshan Wing Chun Kuen bei seinem SI-FU YIP MAN erlernte ) vermittelt. So reifte das Verständnis für die chinesische Denkweise im Wing Chun mit Seele, Herz und Verstand. Diese Ausbildung bedeutet "Harte Arbeit".

SI-FU Blech reiste auch nach dem Tod seines SI-FUs LOK weiter nach Hong Kong zu seiner Familie um sein LOK YIU WING CHUN KUEN weiter zu entwickeln. Hierbei standen ihm seine beiden SI-Hings KWONG und SANG zur Seite. Viel zu früh, kurz nach seinem sechzigstem Geburtstag, erlag Wilhelm Blech seiner schweren Krankheit.

In erster Linie ist es Wilhelm Blech (oder Wei Lam, wie Meister Lok ihn nannte) zu verdanken, dass Lok Yiu Wing Chun Kuen heute in fünf europäischen Ländern sowie in den USA vertreten ist. Si-Fu Blech gibt den Stab weiter an die nächste Generation; er hinterläßt eine Gruppe von gut ausgebildeten Schülern, die fest zusammen halten und es sich zur Aufgabe gemacht haben, seinen Weg fort zu führen.